Warum spielt das Bild von Männlichkeit in unserer Gesellschaft eine so große Rolle?
Kann es anders sein? Ist es nicht eher so, dass es verschiedene Wege gibt, männlich oder weiblich zu sein? Beides, mehr oder nichts davon?

In unserer Gesellschaft ist ein Konsens spürbar, wie „Männlichkeit“ aussieht. In der Arbeit Modern Gender wird hinterfragt, ob dieses Bild von Maskulinität flexibler gestaltet werden kann und muss. Die inhaltliche Stütze der Arbeit basiert auf soziologischen Gendertheorien, welche in Zusammenarbeit mit Janina Papenheim -Studierende im Fach "Gender and Diversity" an der Rhein-Waal Universiät- für die Arbeit herausgearbeitet wurden. Zur Realisierung der visuell, konzeptionell, fotografischen Arbeit wurde über verschiede Online-Plattformen nach männlich gelesenen Menschen gesucht, die bereit waren, ihre „feminine“ Seite in Bezug auf ihr Aussehen innerhalb eines geschützten Raumes darzustellen und sich porträtieren zu lassen. Den Teilnehmenden wurden „feminine“ Attribute wie Kleider, Schmuck und Nagellack geboten. Es eröffnet sich ein Freiraum, in dem es den Personen erlaubt wird, ihre „feminine“ Seite in Bezug auf ihr Aussehen auszuprobieren. Einige tragen diese Dinge zum ersten Mal. Unsicherheit, Freude, Mut – ein großes Spektrum von Gefühlen wird in Mimik und Bewegungen sichtbar.

Die Arbeit besteht aus einem 18-monatigem Prozess, 4 bereisten Städten und 30 Shootings und gestaltet sich in einem Bildband als auch in einem Ausstellungskonzept.

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